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Ratgeber2. November 2026Integra Orbis6 Min. Lesezeit

Was kostet ein Smart Home? KNX oder Lunet für Neubau und bewohntes Haus

Beim Smart Home steckt das meiste Geld in Kabeln und Arbeiten in den Wänden. Warum Lunet, unsere Smart-Home-App für die vorhandene Installation, nur einen Bruchteil von KNX kostet und wann KNX trotzdem sinnvoll ist.

Wandpanel mit der Smart-Home-App Lunet im Wohnzimmer einer Villa mit Meerblick in Dalmatien

„Was würde mich ein Smart Home kosten?“ Das werde ich in fast jedem ersten Gespräch gefragt. Oft von jemandem, der schon ein KNX-Angebot bekommen, auf die Summe unten geschaut und still beschlossen hat, dass das nichts für ihn ist.

Ich kann das verstehen. Nur ist dieser Schluss meist voreilig. Mit der Frage, wie „smart“ ein Haus ist, hat der Preis erstaunlich wenig zu tun. Viel mehr hängt von einer ganz bodenständigen Frage ab: Müssen neue Leitungen durch die Wände gezogen werden?

Schauen wir uns zuerst an, wohin das Geld tatsächlich fließt.

Wohin das Geld bei einem Smart Home fließt

Bei einem kabelgebundenen System entfällt der größte Anteil auf die Verkabelung. Jeder Schalter, jeder Sensor und jede Leuchte wird über ein zusätzliches Kommunikationskabel verbunden, den Bus (eine gemeinsame „Leitung“, über die die Geräte miteinander sprechen). Das heißt: neue Leerrohre, Stemmarbeiten und neue Dosen.

Dazu kommt die Technik im Verteilerschrank: Aktoren (Module, die Stromkreise tatsächlich ein- und ausschalten), Netzteile und Schnittstellen, oft in einem größeren Verteiler. Und schließlich die Arbeitsstunden, denn jedes Gerät muss geplant, adressiert und eingestellt werden.

Die App auf dem Smartphone ist der kleinste Posten auf der Rechnung. Die Frage „Was kostet ein Smart Home?“ heißt in der Praxis also: Wie viel Arbeit muss in den Wänden passieren?

KNX: ein hervorragendes System, das offene Wände braucht

Wir schätzen KNX und bauen es auch ein. Es ist ein offener europäischer Standard für die Gebäudeautomation, zuverlässig, kabelgebunden und herstellerunabhängig. Am meisten Sinn ergibt es in einem großen Neubau, bei dem die Planung schon ab dem ersten Entwurf jeden Stromkreis auf dem Bus vorsieht.

Der Haken: Das Buskabel muss vor dem Verputzen verlegt werden, solange die Wände noch offen sind. In einem Zuhause, in dem Sie bereits wohnen, heißt das Stemmen, Staub in allen Räumen, neuer Putz und neuer Anstrich, und das zusätzlich zum Preis des Systems. Bei anderen kabelgebundenen Systemen ist es nicht anders, und genau hier geben die meisten Besitzer bewohnter Häuser auf.

Lunet: Smart Home auf der Installation, die Sie schon haben

In Häusern und Wohnungen zwischen Šibenik und Zadar hörten wir immer wieder denselben Wunsch: den Komfort eines Smart Homes, aber ohne aufgestemmte Wände. Deshalb haben wir Lunet entwickelt, unsere eigene Smart-Home-App.

Die Idee ist einfach. Wir setzen ein kleines Modul in die vorhandene Unterputzdose, hinter den Schalter, den Sie bereits haben. Der Schalter bleibt, wo er ist, und funktioniert wie gewohnt. Neu ist, dass Sie das Licht jetzt auch per App einschalten und mit einem Tipp alle Lichter im Haus ausschalten können.

Wandschnitt: Das Lunet-Modul sitzt in der vorhandenen Unterputzdose hinter dem Schalter, die Wand bleibt unberührt
Wandschnitt: Das Lunet-Modul sitzt in der vorhandenen Unterputzdose hinter dem Schalter, die Wand bleibt unberührt

Im Alltag sieht das so aus:

  • Licht, Heizung, Klimaanlage und Sensoren in einer App, auf iPhone, Android, Computer oder einem Wandpanel im Flur.
  • Ein Live-Grundriss Ihres Zuhauses. Sie sehen, welche Lichter brennen und wie warm es in jedem Raum ist, und ein Tipp auf einen Raum schaltet sein Licht ein oder aus.
  • Szenen per Tipp: „Gute Nacht“ schaltet alle Lichter aus, „Ich gehe“ schaltet beim Verlassen des Hauses Licht und Klimaanlagen aus.
  • Funktioniert auch ohne Internet. Licht und Heizung laufen lokal; das Internet brauchen Sie nur für die Steuerung von unterwegs und für Benachrichtigungen.
  • Kein Passwort: Sie melden sich mit einem Code per E-Mail, mit Gesicht oder Fingerabdruck an. Jedes Zuhause ist von allen anderen getrennt, und die Daten bleiben in der EU.
  • Jede Person im Haushalt hat ihren eigenen Zugang, Gäste steuern nur Geräte, ohne Zugriff auf die Einstellungen.
Die Lunet-App: Grundriss mit beleuchteten Räumen und Klimasteuerung im Wohnzimmer
Die Lunet-App: Grundriss mit beleuchteten Räumen und Klimasteuerung im Wohnzimmer

Lunet oder KNX: ein ehrlicher Vergleich

Beim Komfort im Alltag nehmen sich die beiden wenig: Licht, Klima, Heizung, Szenen und Steuerung von unterwegs haben Sie in beiden Fällen. Der Unterschied liegt in dem, was vorher passieren muss. KNX braucht eine neue Installation. Lunet arbeitet mit der vorhandenen, behält Ihre Klimaanlagen, Thermostate und Sensoren und wird eingebaut, während Sie ganz normal weiter im Haus wohnen. Im Neubau kommt es zur normalen Installation dazu, ohne eigenes Buskabel zu jedem Schalter.

Genau deshalb kostet Lunet einen Bruchteil dessen, was KNX oder ein ähnliches kabelgebundenes System kostet: Der teuerste Teil der Arbeit, neue Verkabelung und Arbeiten in den Wänden, fällt einfach weg. Der genaue Betrag hängt von der Zahl der Räume ab und davon, was Sie steuern möchten, deshalb will ich hier keine Zahl raten. Der Abstand ist aber groß genug, dass ein Smart Home auch für eine Familienwohnung realistisch wird, nicht nur für die Luxusvilla, und zwar im bewohnten Haus genauso wie im Neubau.

Was ich den meisten Kunden sage: Für fast jedes Zuhause, ob bewohnt oder im Bau, bietet Lunet den gewünschten Komfort zu einem Bruchteil des Preises. KNX lohnt sich, wenn ein Projekt ausdrücklich ein vollständig kabelgebundenes System verlangt, und dann bauen wir es gern ein.

Drei Pakete: vom Eigenheim bis zur Ferienvermietung

Lunet gibt es in drei Paketen, und Sie können jederzeit wechseln.

  • Lite ist für das Zuhause, in dem Sie täglich leben: das ganze Haus in der App, zu Hause und unterwegs, mit Grundriss, Szenen und Zugang für den ganzen Haushalt.
  • Care ist für Ferienhäuser und Häuser, die oft leer stehen. Zusätzlich zu allem aus Lite wird Ihr Haus dauerhaft überwacht: Bei Wasseraustritt, Frostgefahr oder Verbindungsverlust werden Sie sofort per Push-Nachricht und E-Mail benachrichtigt, dazu kommen Berichte zum Energieverbrauch. Für ein Haus am Meer, nach dem Sie im Winter nur ab und zu sehen können, ist das eine echte Beruhigung.
  • Rental ist für Apartments und Ferienhäuser, die Sie vermieten. Gäste erhalten Zugang per QR-Code und steuern nur ihr eigenes Zimmer. Das Objekt wird vor ihrer Ankunft vorbereitet und wechselt nach der Abreise in den Modus für leere Objekte, und alle Objekte sehen Sie in einer Übersicht.

Ein Smart Home ist nur so gut wie die Installation darunter

Darüber sprechen Verkäufer von Smart-Home-Geräten selten. Wir sind in erster Linie Elektroinstallateure. Bevor wir Lunet einbauen, prüfen wir deshalb immer Dosen, Verteilerschrank und Schutzeinrichtungen. Ist die Installation alt oder beschädigt, sagen wir Ihnen das sofort und können sie im selben Zug in Ordnung bringen.

Unsicher, wie es um Ihre steht? Unser Leitfaden Muss ich meine Elektroinstallation erneuern? (auf Englisch) hilft bei der Einschätzung. Bei Neubauten übernehmen wir die komplette Elektroinstallation, Verteilerschränke und die Prüfung, und Lunet (oder KNX, wenn das Projekt es verlangt) planen wir vom ersten Tag an mit.

Die häufigsten Fehler bei der Entscheidung für ein Smart Home

  1. Nur Gerätepreise vergleichen, obwohl die echten Kosten in den Wänden und der Arbeitszeit stecken.
  2. Wegen eines einzigen KNX-Angebots auf ein Smart Home verzichten, ohne zu fragen, ob überhaupt eine neue Installation nötig ist.
  3. Ein Smart Home auf eine in die Jahre gekommene Installation setzen. Keine App repariert eine lockere Klemme in der Dose.
  4. Ein System wählen, das nur eine Person im Haus bedienen kann. Ein gutes Smart Home nutzen alle, von den Kindern bis zur Oma.

Wie Lunet in Ihrem Zuhause aussehen würde

Am besten versteht man Lunet, wenn man es auf dem Grundriss des eigenen Hauses sieht. Mehr zur App finden Sie auf lunethome.com und auf unserer Seite Smart-Home-Systeme. Schicken Sie uns einen Grundriss oder beschreiben Sie einfach Ihr Zuhause. Wir zeigen Ihnen, wie Lunet bei Ihnen funktionieren würde, und erstellen ein Angebot nach Maß.

Fordern Sie ein Angebot an, wir sehen uns Ihr Zuhause gern an.

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